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Markt im Leerlauf
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Bereits Anfang dieses Jahres haben wir in unserer ersten Web-TV-Sendung mit den Spitzenverbänden unserer Branche und dem Schadenrechtsexperten Henning Hamann über die Auftragsflaute im Schadenmarkt diskutiert. Damals war noch nicht ganz klar, ob das geringe Reparaturvolumen nur der üblichen Delle im Februar geschuldet war oder nicht. Jetzt wird immer deutlicher: der Markt befindet sich tatsächlich im Leerlauf.
Natürlich werden nach wie vor Autos repariert. Aber eben deutlich weniger als im Vorjahr. Das bestätigen nicht nur die Statistiken, sondern auch die vielen Gesprächspartner, die wir in den vergangenen Wochen getroffen haben. Die anhaltende Flaute hat Folgen: Die Auslastung in den Betrieben sinkt, es gibt K&L-Betriebe, die Kurzarbeit anmelden und die Insolvenzzahlen gehen hoch. Ein besonders krasses Beispiel ist die Firmenpleite des Karosserie- und Lackierzentrums Gambs, das Ende April ein „Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung“ beim Amtsgericht in München eröffnen musste. Den knapp 100 Beschäftigten wurde laut Insiderinformationen bereits gekündigt. Bei Gambs geht es wohl nicht mehr weiter.
Doch bleibt die Lage weiterhin so angespannt? Viel deutet darauf hin, dass sich an der aktuellen Situation so schnell nichts ändern wird. Denn die Spritpreise werden aufgrund der globalen Unsicherheiten, Krisen, Kriege und des ab Juli wegfallenden staatlichen Tankrabatts weiter teuer bleiben. Ein wesentlicher Grund, weshalb derzeit weniger Auto gefahren wird, und demzufolge die Schadenhäufigkeit sinkt. Grundsätzlich sehen Experten auch in den Auswirkungen der immer besser funktionierenden Fahrerassistenzsysteme eine Ursache für weniger Unfallschäden. Ein zusätzlicher Treiber ist die stark gestiegene fiktive Abrechnung. Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation vieler Haushalte lassen sich Verbraucherinnen und Verbraucher von den Kfz-Versicherern eher auszahlen. Einige Assekuranzen forcieren diesen Weg durch KI-gestützte Schadenregulierung, um die Schadenakte schnell zu schließen und ihre Schadenkosten zu reduzieren. Eine gefährliche Mischung, die dafür sorgt, dass sich der Markt vor Ende der Sommerferien nicht mehr erholen wird.
Wie es dann mit unserer Branche weitergeht, diskutieren wir beim Schadentalk während der Automechanika in Frankfurt am 11. September 2026. Hier können Sie führende Branchenexperten, Verbände, Kfz-Versicherer und Schadensteuerer treffen. Mehr Informationen dazu finden sich auf unserer Website zum Schadentalk auf der Automechanika.
Bis dahin informieren wir Sie natürlich fortlaufend hier in unserem Nachrichtenmagazin schaden.news, aber auch in der nächsten Web-TV Sendung, die wir heute am späten Nachmittag ausstrahlen. Dort geht es um den Boom der Elektromobilität, auch eine Entwicklung, die für Veränderungen in der K&L-Szene sorgt.
Beste Grüße aus der Redaktion
Christian Simmert |
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| Diagnose-Tipp |
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| Bei einem Skoda Karoq ist die Einparkhilfe vorn komplett ausgefallen. Fehlercodes deuteten auf einen Defekt an Sensoren oder der Verkabelung hin, die Werkstatt fand die Ursache jedoch nicht. Diese lag letztlich im Fußraum, der entscheidende Tipp kam aus dem Technischen Callcenter von Hella Gutmann. |
| Mehr Details zu diesem Fall erfahren Sie im Beitrag. |
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| Insights Schaden-Business |
Rechtsanwalt Henning Hamann erklärt das Quotenvorrecht
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| Laut Statistik sind 15 Prozent aller Unfälle in Deutschland sogenannte Quotenfälle. Das heißt konkret: Zwei Verkehrsteilnehmer können für den Schaden haftbar gemacht werden. In diesen Fällen greift das sogenannte Quotenvorrecht. Doch was bedeutet das konkret? In welchen Fällen gilt es und vor allem, wie wird es angewendet? Das erklärt Rechtsanwalt Henning Hamann, Geschäftsführer der Kanzlei Voigt, in unserer neuesten Podcast-Folge – ab sofort abrufbar auf Spotify oder über Apple Podcasts. |
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